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Vor ca 10 Jahren erfuhr ich von einem Ford Club Mitglied, Peter Helbling, dass sie vor x-Jahren einen superschnellen Holman-Moody Mustang in die Schweiz importiert hatten. Die Garage Helbling AG ist ja bekannt für ihr Engagement im Rennsport. Ich bekam dann auch prompt den Namen des damaligen Kunden, Herr Schmidlin. Ziemlich kribbelig wählte ich die Nummer - Schmidlin tönte es recht arrogant vom anderen Ende. Ich sagte ihm meinen Namen und erkundigte mich nach dem Mustang. Ja der steht noch im Hof. Ob man den mal anschauen kann? Von kaufen sagte ich damals noch nichts. Er war einverstanden und so trafen wir, Peter Helbling, Chrigel Luck Carrosserie Spengler und ich eine Woche später bei den Schmidlins ein. Herr Schmidlin, ca. 80 Jahr alt empfing uns nicht unfreundlich und führte uns in seinen überdachten Innenhof. Es war schlichtweg umwerfend was mich da erwartete. Da stand, es ist unglaublich, seit 1976 unbewegt ein gelb/schwarzer 429er Mustang Mach I Jahrgang 71. Er stand da mit riesiger Rennbereifung, Holman Moody Schriftzug auf den verbreiterten Kotflügeln, Überrollbügel, Holman Moody Rennsitze.
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Nach einigen Fragen über den Motor und so stellte sich heraus, dass Schmidlin eigentlich nicht mehr so genau wusste was jetzt im Motorraum sitzt. Also Haube auf und reingeschaut. Unter dem riesigen 1150 Holley Vergaser sass ein Shelby Ansaugstück und der Rest muss wohl ein 429er sein auf jeden Fall war das ein riesen Trumm. Wir stellten auch fest, dass Auspuffanlage, Kühler und einige andere Anbauteile nicht montiert waren.
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Auf die Frage warum, erhielt ich zur Antwort er wollte eine neue Chromstahl Auspuffanlage und einen neuen Motor einbauen. Nach einigen weiteren Besuchen und Kaufinteresse meinerseits, einigten wir uns auf einen Preis. Mein Geschäftspartner und ich holten den Mustang einige Tage später ab. Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen! Die Parkplätze vor dem Hause Schmidlin wurden abgesperrt damit wir genügend Platz zum rangieren hatten. Zusätzlich zum Auto war noch eine Unmenge Ersatzteile dabei. So zum Beispiel einen kompletten 351 Gapp&Roush Winston Cup Motor original verpackt, 429 Boss-NASCAR Zylinderköpfe, Pleuel, Kolben und weiss ich nicht was alles.
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Zu Hause wurde erst mal mit Schrauberfreund Christoff das Auto wieder zusammen geschraubt. Irgendwann kam dann auch noch André Weber (Ford Motoren Guru) ins Spiel. Zum ersten Roll-out wollte ich André dabei haben. Also Benzin rein, Zündung und das Teil lief – riesen Freude. Doch so ganz richtig rund lief er schon noch nicht aber für über 20 Jahre Dauerschlaf eigentlich nicht wirklich schlecht, nur bei 3000 U/min traten ziemliche Vibrationen auf. Ich schenkte dem jedoch noch kein grosses Interesse. Um den Mach I vorführbereit zu machen gab ich ihn zu Ernst Kaufmann nach Wettingen, ebenfalls ein alter Bekannter. Ca ein Jahr später ging‘s zu Ruedi Stoop (Ruckstuhl Adliswil) der ist wohl auch allen bekannt. Ruedi meinte so geht das nicht mit den Vibrationen. Also Motor raus und zu André Weber. Das Resultat auf dem Prüfstand war schlichtweg überwältigend. Nochmals vielen Dank André. Der Motor wurde schon zu Schmidlins Zeiten von den Hemi-Boss Zylinderköpfen auf normale Super-Cobra-Jet umgerüstet. Die originalen Boss-Teile sind jedoch alle noch vorhanden.
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In der Zwischenzeit holte ich Information bei Mr. Lee Holman (Sohn vom alten Holman).
Er schrieb: Yes. I do recall the Mustang. I may have a photo oft he car being built. We wondered what became of the car.
The Mustang was built with a Boss 429 NASCAR engine which is better than the standard Boss 429, better parts, bigger valves and such.
I believe the car had racing wheel hubs, brakes and rear end gears as well.
What do you plan to do with the car now?
Best regards,
Lee Holman
Von der Helbling Garage lag ebenfalls eine Bestätigung über die Originalität und Autensität des Autos vor.
Die Vorführerei gestaltete sich dank Ruedi Stoop und des Strassenverkehrsamt Zürich super gut. Nun ist der Holman Moody Mustang Mach I 429 Boss NASCAR in meiner Garage.
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Vielleicht der einzige weltweit. Schu nuch geil hä?
Das Auto verfügt über eine Trockensumpfschmierung, Getriebe, und Differenzial Oelkühler. Kompletter umgebaute Hinterachsaufhängung. Floater Rear Axel etc.
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